Lernende | Selbstgesteuertes Lernen  

Selbstgesteuertes Lernen / eLearning


   Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln. (Erich Kästner)

Apropos büffeln, aber heißt es denn nicht "für die Prüfung büffeln!"?

Das Lernen allein mit jeder Menge Bücher im stillen Kämmerlein ist die wohl traurigste Form sich Wissen anzueignen. Doch das muss nicht sein. Wenn man sich einmal mit dem Thema „Selbstorganisiertes Lernen" beschäftigt hat, ist es nur noch halb so schlimm. Mit etwas Hintergrundwissen ist man besser in der Lage, einen für sich geeigneten Lernplan aufzustellen. 

Was versteht man eigentlich unter Lernen?

Lernen ist:

  • die Verarbeitung und Aufnahme von Information
  • jede Veränderung einschließlich Verbesserung oder Neuerwerb des Verhaltens
  • die Bereitstellung von Erfahrungen für das zukünftige Tun.

Selbstgesteuertes Lernen heißt, sich auf eigene Faust zu qualifizieren, sich in eigener Regie die Inhalte anzueignen, sich selbst weiterzubilden - genauer gesagt, die Inhalte für sich verständlich aufzubereiten und sich selbst so zu vermitteln, dass sie behalten werden. Somit sollten die Lerninhalte in leicht fassbare Abschnitte und ebenso nach logischen Inhalten strukturiert werden. Gesetzmäßigkeiten, Zusammenhänge erkennen und Verbindungen zwischen schon Bekanntem und Unbekannten herstellen, bringen das AHA-Erlebnis und somit auch eine ganze Portion Motivation mit sich. Auf Klarheit und Eindeutigkeit ist zu achten, da halbverstandene Inhalte nach einigen Stunden vergessen werden.

Dabei ist es sinnvoll, sich bewusst zu werden, welcher Lerntyp man ist. Ein visueller Lerntyp nimmt größtenteils über das Sehen Informationen auf;  wo hingegen ein akustischer Lerntyp Informationen mittels Sprache aufnimmt. Der motorische Typ eignet sich Informationen über das Lesen bzw. Schreiben an. Hat man das herausgefunden, dann sollte man sich als z. B. motorischer Lerntyp die Englischvokabeln ruhig mehrmals aufschreiben. 

Des Weiteren sollten Hunger, Durst, Kälte, Hitze, Lärm, voller Magen, Müdigkeit und Rückenschmerzen vermieden werden, weil sie sich negativ auf den Lernprozess auswirken. Tägliche Bewegung, um Anspannungen abzureagieren, sind nicht nur gesund, sondern erhöhen die Aufmerksamkeit und die Konzentration. Ausreichend Pausen zur Erholung sollten eingeräumt werden. Das Lernen anpassen an seinen biologischen Tagesrhythmus stellt eine weitere Voraussetzung für erfolgreiches Lernen dar. Der Eulentyp wird eher die Abendstunden zum Lernen bevorzugen. Wohingegen ein Lerchentyp am Morgen zur Hochform aufläuft.

Leichter gesagt als getan, ist es auf jeden Fall, eine positive Grundhaltung gegenüber der jeweiligen Lernaufgabe einzunehmen.

Also: Beim nächsten Lernmarathon ist das Glas halb voll und nicht halb leer.

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